Norderstedt, 03.06.2017, von Sandra steinbock

M02-2017: Norderstedt. Ausbildung Schachtrettung

Der Samstagszugdienst am 3. Juni 2017 begann für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW Mölln eine Stunde früher als gewohnt und das hatte einen guten Grund…

Fotos: K. Dreger, S. Steinbock

Auf dem Ausbildungsplan stand für den heutigen Tag das Bergen und Retten aus Schächten. Die Möllner Helferinnen und Helfer trafen sich um 08.00 Uhr in ihrem Ortsverband in der Möllner Waldstadt. Nach einer kurzen Einweisung in den Tagesablauf starteten alle zur Feuerwehrtechnischen Zentrale nach Norderstedt.

Als alle Kräfte gegen 10.00 Uhr in Norderstedt eingetroffen waren, wurden sie von den Mitarbeitern des Betriebsamtes der Stadt Norderstedt in Empfang genommen.

Zunächst gab es eine theoretische Einweisung und eine PowerPoint-Präsentation in das Thema „Bergen und Retten aus Schächten“. Herr Eckmann und Herr Erbstößer, zwei Mitarbeiter des Betriebsamtes, zeigten außerdem, dass auch das hauptberufliche Arbeiten in Schächten mit viel Bürokratie verbunden ist.

Nach der Mittagspause stand dann auch schon der praktische Teil bevor. Hierzu fuhren die Möllner THWler zusammen mit Herrn Eckmann und Herrn Erbstößer in ein ruhigeres Gewerbegebiet von Norderstedt. Hier sollten alle die Möglichkeit bekommen in einen Regenwasserschacht abzusteigen.

Zunächst musste die „natürliche Zwangsbelüftung“ erfolgen, indem zwei Schächte geöffnet und gesichert wurden. Anschließend nahm ein Kamerad mittels Multiwarngerät die Messung von Gasen vor. Dieser Schritt ist von höchster Bedeutung, da die Gefahr der Gase leicht unterschätzt wird.

Während die Messung vorgenommen wurde, machten sich einige Kameraden bereit zum Abstieg in den Schacht. Hierzu hatten sie sich Auffanggurte angelegt. Als nächstes sicherten sich die Helfer für den Abstieg am Rollgliss und stiegen nacheinander die Steigeisen in den Regenwasserschacht hinab.

Während ein Helfer oben am Schacht stand und zu einem weiteren direkt unten an den Steigeisen Kontakt hielt, konnten sich zwei weitere Helfer durch den Regenwasserschacht bewegen. Nach einer kurzen Exkursion in den Rohren unter der Erdoberfläche ging es wieder zurück und nach oben, damit weitere Kameraden in den Schacht einsteigen konnten.

Nachdem durchgetauscht und noch einige Fragen beantwortet wurden, traten die Kameradinnen und Kameraden wieder die Heimreise an. Im Ortsverband heizte der Koch derweil den Grill an und alle konnten sich zum Dienstende noch einmal stärken.

 

Dieser Samstagsdienst war eine tolle Erfahrung. Wir danken unserem Kameraden Klaus Dreger für die Ausarbeitung und natürlich Herrn Eckmann und Herrn Erbstößer für die tolle Erklärung und die Möglichkeit mal in die unterirdische Welt absteigen zu können. Kaum einer hätte wahrscheinlich gedacht, wie umfangreich das Leitungssystem unter der Erde ist.


  • Fotos: K. Dreger, S. Steinbock

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