Vielen Dank für Ihr Verständnis und für Ihre Unterstützung!

______ Zugführer Björn Albrecht, Ortsbeauftragte Inga Orlowski:

Liebe Familienangehörige und Arbeitgeber unserer ehrenamtlichen Helfer!

Wer von Ihnen kennt das nicht..?

Es ist Samstag Vormittag und geplant war ein Einkaufsbummel mit der Familie in Lübeck oder in Hamburg. Das Frühstück war lecker, die Stimmung gut und die Kinder sind aufgeregt und gespannt auf den Familienausflug. Doch dann das: Das Piepsen des Funkalarmempfängers macht allen einen Strich durch die Rechnung... "Einsatz für das THW Mölln, sofort in der Unterkunft einfinden..." lautet der Alarmierungstext, der den Familienausflug so unschön beendet!!!

Oder aber die Unterbrechung während der Arbeit?

Ihre Mitarbeiterin hat den Schreibtisch oder die Werkbank voller Arbeit und Sie freuen sich, dass trotz Grippesaison noch die wichtigsten Arbeitsplätze besetzt sind. Dann der Telefonanruf am frühen Nachmittag und die Mitarbeiterin übergibt schnell die wichtigsten Vorgänge an einen Kollegen bevor Sie zum Einsatz nach Mölln in die THW Unterkunft eilt um Mitmenschen in Not zu helfen...

Das sind sicherlich dann die Momente, an denen sich nicht nur Familien und Arbeitgeber die Frage stellen: Muss das wirklich sein? Warum gerade heute? Warum gerade jetzt?

Unsere Versicherung, dass Alarme für die ehrenamtlichen Helfer tatsächlich niemals leichtfertig ausgelöst werden und dass Alarmübungen für die Ausbildung und die Funktionsprüfung unserer Einheiten unabdingbar sind, helfen hier leider wenig.

Auch die Tatsache, dass Sie als Arbeitgeber den Verdienstausfall Ihres Mitarbeiters durch den BUND ersetzt bekommen, löst nicht das Problem, dass während Ihr Mitarbeiter weg ist um fremden Menschen in Not zu helfen, seine Arbeit liegen bleibt oder von anderen Mitarbeitern mitgetragen werden muss.

Wir wissen, dass es manchmal schwer ist, die aktuellen Pläne umzustellen und die Familienangehörigen oder Mitarbeiter in den Einsatz zu entlassen. Sie können sich jedoch ganz sicher sein, dass auch Ihr Familienmitglied und Arbeitnehmer ganz sicher lieber den Tag mit seiner Familie oder bei der Arbeit verbracht hätte.

Statt dessen folgt für sie/ihn eine hektische Anfahrt zur Unterkunft, rasches Anziehen von schweren Lederstiefeln und persönlicher Schutzkleidung und der Einsatz in Großfahrzeugen, die sich mit Sonder- und Wegerechten ihren Weg durch den Straßenverkehr bahnen müssen. Gelenkt von ehrenamtlichen Kraftfahrern, geführt von ehrenamtlichen Zug-, Gruppen- und Truppführern, die sich ihrer hohen Verantwortung für die ihnen anvertrauten Helferinnen und Helfern wohl bewusst sind, zum Einsatzort. Dort dann zum Teil schwere körperliche Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Dreck, unter Atemschutz, in luftigen Höhen oder großen Tiefen bis zur körperlichen und mentalen Erschöpfung - oder darüber hinaus. Bereit dazu 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr Menschen, Tiere oder Sachgegenstände zu retten oder aus einer Notlage zu befreien.


Wir wünschen uns, dass Ihr Stolz auf Ihre/Ihren Liebste/n, Mami, Papi oder Mitarbeiter/in größer ist als der Ärger, den solche Einsätze mit sich bringen.

Ehrenamtlich bereit zu sein anderen Menschen in Not zu helfen, das zeichnet unsere Helfer im THW OV Mölln besonders aus. Dafür danken wir unseren Helfern!

Deshalb an dieser Stelle auch unser ganz besonderer Dank für Ihr Verständnis und für Ihre Unterstützung. Bitte halten Sie unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern den Rücken frei, wenn wieder einmal das Telefon nachts um 2 Uhr klingelt oder der Funkalarmempfänger das Meeting unterbricht. Wir brauchen Ihre Unterstützung so sehr, wie wir die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft unserer Helfer brauchen!

Danke, liebe Arbeitgeber und Kollegen unserer Retter
Danke, liebe Partnerinnen und Partner unserer ehrenamtlicher Einsatzkräfte
Danke, liebe Kinder

HERZLICHEN DANK

Inga Orlowski (Ortsbeauftrage), Björn Albrecht (Zugführer)